Sonderregelungen für die Prüfungsphase im Sommersemester 2021

Zusammenfassung

  • Freiversuche: Jede nicht bestandene angetretene Prüfung wird sofort annulliert. Ihr verliert keinen Prüfungsversuch.
  • Ergänzungsordnungen: Wie digitale Prüfungen durchzuführen sind, wie die Verlängerung der Abgabefristen von Haus- und Abschlussarbeiten und alle weiteren besonderen Bedingungen geregelt sind, könnt Ihr in den jeweiligen Ergänzungsordnungen für Eure Studiengänge nachlesen.
  • Regelstudienzeit: Für im Sommersemester 2021 immatrikulierte und nicht beurlaubte Studierende gilt eine um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit.

 

Im Folgenden erläutern wir Euch die nun getroffenen Sonderregelungen und deren Beschlüsse etwas näher. Für verbindliche Aussagen in Euren individuellen Fällen wendet Euch bestenfalls direkt an Eure zuständigen Mitarbeiter*innen im Zentralen Prüfungsamt.

 

Kontakt

Studentische Senator*innen
Sabine Giese, Lorenz Ziche, Toni Nabrotzky und Tjark Delfs

E-Mail: senat (at) stura.htwk-leipzig.de

 

 

Freiversuchsregelung

Nach Beschluss des Senates vom 14.04.2021 wurde hochschulweit eine Freiversuchsregelung beschlossen. Demnach kann in diesem Sommersemester kein*e Studierende*r durch eine angetretene Prüfung durchfallen. Jede nicht bestandene Leistung wird sofort annulliert und die Prüfung kann im selben Versuch wiederholt werden. Das gilt auch für alle Prüfungsformate und auch für Wiederholungsprüfungen.

Der genaue Antragstext vom 14.04.2021 lautet:

Während des Geltungszeitraumes der Ergänzungssatzung zu den Studien- und Prüfungsordnungen (Sommersemester 2021) ist Studierenden die Wiederholung von in diesem Semester angemeldeten und nicht bestandenen Prüfungsleistungen zu gestatten (Freiversuch). Es bedarf keines Antrages. Die Annullierung des Prüfungsergebnisses und des Prüfungsversuchs erfolgt von Amts wegen sofern die Prüfung mit „nicht bestanden“ bewertet wurde. Der/die Studierende kann die Prüfungsleistung im selben Prüfungsversuch erneut ablegen. Für Bachelor- oder Masterarbeiten oder wenn eine Prüfungsleistung aufgrund einer Täuschung nicht bestanden ist, ist die Anwendung der Freiversuchsregelung nicht zulässig.

Verlängerung der Regelstudienzeit

Im März wurde die Verlängerung der individuellen Regelstudienzeit vorbereitet. Nun gilt das Sommersemester 2021 offiziell als Pandemiesemester.

Die Sächsische Regelstudienzeitverordnung wurde zum 12. Mai 2021 im Sächsischen Gesetzes- und Verordnungsblatt veröffentlicht.

 

Der genaue ergänzte § 114 a lautet:

(1) Im Rahmen der Bewältigung der COVID-19-Pandemie gilt für Studenten, die im Sommersemester 2020 immatrikuliert und nicht beurlaubt sind, eine von der Regelstudienzeit abweichende, um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit. Auf Antrag des Studenten kann eine bereits von einer Hochschule gewährte pandemiebedingte Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die jeweilige Regelstudienzeit aufgehoben werden. Eine pandemiebedingte Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Regelstudienzeit kann insoweit nicht zusätzlich geltend gemacht werden. Die Gebührenpflicht gemäß § 12 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 4 Satz 2 sowie die Fristen gemäß § 18 Absatz 2 Nummer 7 und § 35 Absatz 4 verschieben sich entsprechend.

(2) Absatz 1 gilt für das Wintersemester 2020/21 entsprechend.

(3) Das Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus kann durch Rechtsverordnung regeln, dass auch für dem Wintersemester 2020/21 folgende Semester, in denen ein regulärer Studienbetrieb pandemiebedingt nicht oder nicht in ausreichendem Maße möglich ist, eine von der Regelstudienzeit abweichende, entsprechend verlängerte individuelle Regelstudienzeit gilt. Vor Erlass der Rechtsverordnung ist diese dem für Wissenschaft zuständigen Ausschuss des Landtages zur Kenntnis zu geben. Satz 1 und 2 treten mit Ablauf des 30. Septembers 2021 außer Kraft.

Mehr Infos zu der Regelstudienzeiterhöhung findet ihr bei der Sachsenweiten Studierendenvertretung - die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) - auf ihrer Webseite.