Umgang mit dem Coronavirus

Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie haben vor allem das alltägliche Leben von Studierenden ins Wanken gebracht. Sehr viele Studis befinden sich momentan in schweren Notlagen und müssen ihr Studium unter schwierigsten Umständen bestreiten.

Freiversuchsregelung

Seit Beginn der Corona-Pandemie setzte sich der StuRa für angemessene Regelungen zum Studieren im eingeschränkten Betrieb ein. Deshalb haben wir uns seit dem Frühjahr 2020 für Freiversuche eingesetzt, um nicht bestandene Prüfungen nicht zu werten und im selben Prüfungsversuch erneut ablegen zu können. Nun wurde auch für das Sommersemester 2021 diese Forderung am 14. April 2021 hochschulweit vom Senat beschlossen! 

Der genaue Beschlusstext lautet:

§ 5 (6) ErgO: Während des Geltungszeitraumes der Ergänzungssatzung zu den Studien- und Prüfungsordnungen (Sommersemester 2021) ist Studierenden die Wiederholung von in diesem Semester angemeldeten und nicht bestandenen Prüfungsleistungen zu gestatten (Freiversuch). Es bedarf keines Antrages. Die Annullierung des Prüfungsergebnisses und des Prüfungsversuchs erfolgt von Amts wegen sofern die Prüfung mit „nicht bestanden“ bewertet wurde. Der/die Studierende kann die Prüfungsleistung im selben Prüfungsversuch erneut ablegen. Für Bachelor- oder Masterarbeiten oder wenn eine Prüfungsleistung aufgrund einer Täuschung nicht bestanden ist, ist die Anwendung der Freiversuchsregelung nicht zulässig.

Die Freiversuchsregelung gilt demzufolge für alle angetretenen Prüfungen im Sommersemester – auch für Hausarbeiten und Wiederholungsprüfungen. Eine 5 wird somit sofort revidiert und ihr habt keinen Versuch verschenkt.

Bedeutet: In diesem Semester ist es nicht möglich, durch angetretene Prüfungen durchzufallen und auch ein Antrag auf Annullierung der nicht bestandenen Prüfung ist nicht notwendig. Im Krankheitsfall bleibt leider weiterhin eine ärztliche Bescheinigung zur Prüfungsunfähigkeit Pflicht. 

 

Regelungen der Hochschule im Sommersemester

Auch im Sommersemester wird es pandemiebedingt weiterhin Einschränkungen im Studienbetrieb an der HTWK Leipzig geben und viele Veranstaltungen wie auch Prüfungen werden größtenteils online durchgeführt. Damit Studierende an unserer Hochschule auch im eingeschränkten Betrieb weiterhin gut studieren können, hat sich der StuRa im letzten Semester zum Bündnis „Solidarsemester“ bekannt und selbst einen Forderungskatalog aufgestellt.

Update zum neuen Hygienekonzept der HTWK Leipzig: Stand 15.06.2021

Die Gebäude der HTWK Leipzig werden am 16.06.2021 zu den festgelegten Öffnungszeiten geöffnet. Das aktualisierte Hygienekonzept findet ihr hier. Auch die Hochschulbibliothek kann ab dem 16.06.2021 wieder als Lern- und Arbeitsort genutzt werden. Für den Zugang zu den Buchbeständen in den Freihandbereichen und zu den Arbeitsplätzen müsst ihr Euch vorab persönlich an der Ausleihtheke registrieren. Genauere Informationen zu den jeweiligen Hygienekonzepten findet ihr hier. Grundsätzlich soll das Studium bis zum Ende des Sommersemesters aber in digitaler Form fortgesetzt werden.

Verlängerter Anspruch auf BAföG

Im März wurde die Verlängerung der Regelstudienzeit vorbereitet. Nun ist es offiziell. Das Sommersemester 2021 gilt als Pandemiesemester. 

Studierende, für die im Sommersemester 2020 die Regelstudienzeit geendet hätte und die bisher keinen oder einen verspäteten Antrag auf Ausbildungsförderung gestellt haben, können BAföG-Leistungen rückwirkend beantragen und erhalten. Der Antrag dafür muss spätestens bis zum 31. Mai 2021 beim BAföG-Amt eingereicht werden.

Wer im Sommersemester 2020 immatrikuliert und nicht beurlaubt war, erhält eine pauschale Verlängerung der Regelstudienzeit um bis zu zwei Semester. Wenn das Studium erst zum Wintersemester 2020/21 begonnen wurde, verlängert sich die Regelstudienzeit um ein Semester.

Die betroffenen Studierenden können dadurch ein bis zwei Semester länger eine Ausbildungsförderung erhalten.

Wichtig: Diese Änderung gilt nur für die Studierenden, dessen ursprüngliche Regelstudienzeit erst nach Beginn des Sommersemesters 2020 endet. Das heißt Studierende, deren Regelstudienzeit im März 2020 endete, sind hiervon ausgeschlossen.

Außerdem werden Leistungsnachweise erst später fällig. Studis, die BAföG erhalten, müssen spätestens ab Beginn des 5. Fachsemesters eine Leistungsbescheinigung der Hochschule vorlegen, um weiterhin BAföG zu erhalten. Da das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/21 als „Nullsemester“ gezählt werden, gibt es künftig Änderungen bei den Fristen. Das heißt: Studierende, die im Sommersemester 2020 im zweiten Fachsemester waren, müssen den Leistungsnachweis spätestens zum Beginn ihres siebten Fachsemesters (ursprünglich war es das fünfte Fachsemester) erbringen bzw. beim Amt für Ausbildungsförderung einreichen.

Falls Euer BAföG-Antrag zum Wintersemester 2020/21 abgelehnt wurde und ihr noch keinen Widerspruch zu der Ablehnungsentscheidung eingelegt habt, könnt ihr einen formlosen Antrag auf Überprüfung der Ablehnungsentscheidung beim BAföG-Amt stellen. Wenn ihr bisher davon ausgegangen seid, dass ihr keinen Anspruch auf BAföG mehr habt, solltet ihr schnellstmöglich einen Antrag auf Ausbildungsförderung einreichen.

Mehr Infos dazu findet ihr hier.

Wenn Ihr Probleme mit Euren BAföG-Anträgen habt, wendet Euch bestenfalls direkt an Eure jeweiligen BAföG-Sachbearbeiter*innen. Dort könnt Ihr fachkundig unterstützt werden. Auch das Referat Soziales der KSS unter soziales (at) kss-sachsen.de kann Euch hierbei weiterhelfen.