Sonderregelungen für die Prüfungsphase im Wintersemester 2020/21

Zusammenfassung

  • Freiversuche: Jede nicht bestandene angetretene Prüfung wird sofort annulliert. Ihr verliert keinen Prüfungsversuch. Bei allen Prüfungen in Präsenz gilt dies auch, wenn Ihr die Prüfung gar nicht erst angetreten habt. 
  • Recht zum Antrag auf Durchführung jeder Prüfungsleistung (im digitalen Format):
    • Ihr könnt für jede Prüfungsleistung beim Prüfungsausschuss mit Begründung beantragen, dass sie für Euch individuell im digitalen Format durchgeführt wird.  
    • Ihr könnt für jede Prüfungsleistung, die in diesem Wintersemester abgesagt oder verschoben wurde, beim Prüfungsausschuss mit Begründung beantragen, dass Ihr sie dennoch in diesem Wintersemester durchführen dürft.
    • Diese Anträge werden im Einzelfall geprüft. Es gibt einen klaren Appell des Senates an die Prüfungsausschüsse, diese Anträge zuzulassen und individuell geeignete Regelungen für alle Antragstellenden zu finden.
  • Verlängerung der Prüfungsphase: Um mehr Zeit zur Planung und Durchführung der (besonders individuell beantragten) Prüfungsleistungen zu erhalten, wurde die Prüfungsphase bis zum 26. März 2021 verlängert.
  • Ergänzungsordnungen: Wie digitale Prüfungen durchzuführen sind, wie die Verlängerung der Abgabefristen von Haus- und Abschlussarbeiten und alle weiteren besonderen Bedingungen geregelt sind, könnt Ihr in den jeweiligen Ergänzungsordnungen für Eure Studiengänge nachlesen.
  • Regelstudienzeit: Der Sächsische Landtag hat am 16.12.2020 beschlossen, dass die Regelstudienzeit aller im Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/21 immatrikulierten - nicht beurlaubten - Studierenden um zwei Semester bafögwirksam verlängert wird.

 

Im Folgenden erläutern wir Euch die nun getroffenen Sonderregelungen und deren Beschlüsse etwas näher. Für verbindliche Aussagen in Euren individuellen Fällen, wendet Euch bestenfalls direkt an Eure zuständigen Mitarbeiter*innen im Zentralen Prüfungsamt.

 

Kontakt

Studentische Senator*innen
Sabine Giese, Nico Zech und Lorenz Ziche

E-Mail: senat (at) stura.htwk-leipzig.de

 

 

Freiversuchsregelung

Nach Beschluss des Senates vom 02.12.2020 wurde hochschulweit eine Freiversuchsregelung beschlossen. Demnach kann in diesem Wintersemester kein*e Studierende*r durch eine angetretene Prüfung durchfallen. Jede nicht bestandene Leistung wird sofort anulliert und die Prüfung kann im selben Versuch weiderholt werden. Das gilt auch für alle Prüfungsformate und auch für Wiederholungsprüfungen. 

Der genaue Antragstext vom 02.12.2020 lautet:

Während des Geltungszeitraumes dieser Ergänzungssatzung ist einer Studierenden oder einem Studierenden die Wiederholung von in diesem Semester angetretenen und nicht bestandenen Prüfungsleistungen zu gestatten (Freiversuch). Es bedarf keines Antrages. Die Annullierung des Prüfungsergebnisses und des Prüfungsversuchs erfolgt von Amts wegen sofern die Prüfung mit „nicht bestanden“ bewertet wurde. Der Studierende kann die Prüfungsleistung im selben Prüfungsversuch erneut ablegen. Für Bachelor- oder Masterarbeiten oder wenn eine Prüfungsleistung aufgrund einer Täuschung endgültig nicht bestanden ist, ist die Anwendung der Freiversuchsregelung nicht zulässig.

 

Nach Beschluss des Senates vom 20.01.2021 wurde die Freiversuchsregelung auch auf nicht angetretene Präsenzprüfungen erweitert. Demnach wird keine Prüfung in Präsenz als nicht bestanden gewertet, wenn Ihr nicht erscheint. Auch hier verliert Ihr keinen Prüfungsversuch. Ihr müsst Euch also nicht zwingend in der Frist abmelden und benötigt auch keine Prüfungsunfähigkeitsbescheinigung im Krankheitsfall. Niemand ist in der aktuellen Lage also dazu verpflichtet, den Weg zur Hochschule oder ggf. zur*m Ärzt*in anzutreten und die eigene Gesundheit - oder die naher Angehöriger - zu gefährden.  

Der genaue Antragstext vom 20.01.2021 lautet:

Stimmen Sie der Ausweitung der Freiversuchsregelung auf nicht angetretene Präsenzprüfungen im Wintersemester 2020/2021 zu?
Die Freiversuchsregelung wird ausgeweitet, sodass die Wiederholungen von in diesem Semester
anstehenden und nicht bestandenen (Präsenz-)prüfungsleistungen gestattet wird, anstatt nur angetretene
Prüfungen zu berücksichtigen. Betroffene Studierende können die Prüfung im selben
Prüfungsversuch erneut ablegen.

Im Übrigen regeln teilweise auch die Ergänzungsordnungen zu den Studien- und Prüfungsordnungen, dass eine nicht angetretene Prüfung in digitaler Form als "von der Prüfung abgemeldet" zu werten und zum nächstmöglichen Termin in regulärer Form zu wiederholen ist. Auch hier verliert Ihr also keinen Prüfungsversuch, wenn Ihr die Prüfung nicht antretet. Informiert Euch vorher in der Ergänzungsordnung Eures Studienganges!

Durchführung von Prüfungsleistungen im Einzelfall

Der Senat hat sich am 20.01.2021 dafür ausgesprochen, dass alle Prüfungen auf Antrag im digitalen Format durchgeführt werden können. Außerdem kann auch die Durchführung von Prüfungen, die in diesem Semester komplett ausfallen sollten, im Einzelfall beantragt werden. Die Anträge sollen nach Appell des Senates als oberstes Gremium der Hochschule auch bewilligt werden.

Der genaue Text der Empfehlung des Senates vom 20.01.2021 lautet:

Der Senat bekennt sich dazu, dass eine individuelle Beantragung von alternativen Prüfungsformaten bei Präsenzprüfungen sowie die Durchführung ersatzlos gestrichener Prüfungsleistungen im Einzelfall in diesem Wintersemester 2020/21 ermöglicht werden sollen. Der Senat appelliert an die Prüfungsausschüsse, diese Anträge zu zulassen und individuell geeignete Regelungen für alle Antragsteller bzw. Antragstellerinen zu finden.

Wendet Euch also direkt an die Vorsitzenden Eurer Prüfungsausschüsse und stellt per Mail einen Antrag darauf, eine entfallene Prüfungsleistung dennoch durchführen oder eine in Präsenz angedachte Prüfungsleistung digital abhalten zu können.

Verlängerung der Prüfungsphase

Der Senat hat am 20.01.2021 beschlossen, dass die Prüfungsphase bis zum 26. März 2021 verlängert wird. Es sollen keine bereits geplanten Prüfungen damit verschoben werden, jedoch bietet das die Möglichkeit, dass individuelle Prüfungsleistungen mit genügend Vorlaufzeit geplant und durchgeführt werden können: Damit Ihr alle Prüfungen dennoch in diesem Wintersemester ablegen könnt und Eure Studienzeit sich nicht weiterhin verlängert.

Verlängerung der Regelstudienzeit

Am 16.12.2020 hat der Säschsiche Landtag verabschiedet, dass die Regelstudienzeit aller im Sommersemester 2020 und im Wintersemester 2020/21 immatrikulierten und nicht beurlaubten Studierenden um je ein Semester - auch bafögwirksam - erhöht wird. Alle Studis, die also auch im SoSe20 bereits eingeschrieben waren, erhalten eine Erhöhung der Regelstudienzeit um zwei Semester. Für alle Erstis im WiSe20/21 wird die Regelstudienzeit um ein Semester verlängert!

Der genaue ergänzte § 114 a lautet:

(1) Im Rahmen der Bewältigung der COVID-19-Pandemie gilt für Studenten, die im Sommersemester 2020 immatrikuliert und nicht beurlaubt sind, eine von der Regelstudienzeit abweichende, um ein Semester verlängerte individuelle Regelstudienzeit. Auf Antrag des Studenten kann eine bereits von einer Hochschule gewährte pandemiebedingte Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die jeweilige Regelstudienzeit aufgehoben werden. Eine pandemiebedingte Nichtanrechnung des Sommersemesters 2020 auf die Regelstudienzeit kann insoweit nicht zusätzlich geltend gemacht werden. Die Gebührenpflicht gemäß § 12 Absatz 2 Satz 1 und Absatz 4 Satz 2 sowie die Fristen gemäß § 18 Absatz 2 Nummer 7 und § 35 Absatz 4 verschieben sich entsprechend.
(2) Absatz 1 gilt für das Wintersemester 2020/21 entsprechend.
(3) Das Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus kann durch Rechtsverordnung regeln, dass auch für dem Wintersemester 2020/21 folgende Semester, in denen ein regulärer Studienbetrieb pandemiebedingt nicht oder nicht in ausreichendem Maße möglich ist, eine von der Regelstudienzeit abweichende, entsprechend verlängerte individuelle Regelstudienzeit gilt. Vor Erlass der Rechtsverordnung ist diese dem für Wissenschaft zuständigen Ausschuss des Landtages zur Kenntnis zu geben. Satz 1 und 2 treten mit Ablauf des 30. Septembers 2021 außer Kraft.

Ganz genau beschreibt das die Sachsenweite Studierendenvertretung - die Konferenz Sächsischer Studierendenschaften (KSS) - auf Ihrer Webseite: https://www.kss-sachsen.de/corona_gesetz