Wichtiger Hinweis:

Zu den öffentlichen Veranstaltungen der Nachhaltigkeitswoche sind
alle Menschen herzlich eingeladen. Auch jene, die nicht Mitglieder
der HTWK sind! :)

Students For Future HTWK Leipzig

Students for Future ist ein studentischer Zusammenschluss, welcher gemeinsam mit der Fridays-for-Future-Bewegung für mehr Klimagerechtigkeit kämpft. Studierende an verschiedenen Hochschulen haben sich mit den Zielen der Schüler*innenbewegung solidarisiert und wollen somit auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam machen.
 
An der HTWK trifft sich die Gruppe jeden Dienstag um 19 Uhr und heißt alle interessierten Menschen immer herzlich willkommen. In unserem Plenum besprechen wir aktuelle Themen, organisieren Vorträge, Aktionen etc. und haben uns zum generellen Ziel gemacht, die Hochschule nachhaltiger zu gestalten.
 
Kommt gerne vorbei, wenn ihr euch für Klimagerechtigkeit und eine nachhaltige Hochschule einsetzen wollt!
Weitere Informationen über unsere Aktionen findet ihr auf unseren Social-Media-Seiten.

Nachhaltigkeitswoche 2021 (25.10. - 29.10.)

Das Thema der Klimakrise ist mittlerweile unumgänglich: 2020 war das zweitwärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Schon jetzt hat sich die Erde um ca. 1 Grad Celsius erwärmt. Wichtige Kipppunkte wurden bereits überschritten. Doch die Klimakrise wird immer noch nicht als das lebensbedrohliche Problem behandelt, das es ist.
Besonders die Hochschulen haben entscheidenden Einfluss auf die politischen Akteur*innen, auf die öffentliche Meinung und die Entwicklung von Wissenschaft und Technik. Mit der Nachhaltigkeitswoche wollen wir zusätzliche Klimabildung an der HTWK anbieten und die Öffentlichkeit an die Hochschule und in den gemeinsamen Kampf für Klimagerechtigkeit einladen.

Info zu den Coronamaßnahmen

Für alle in den Räumlichkeiten der HTWK stattfindenden Veranstaltungen gilt das Hygienekonzept der HTWK Leipzig.

Veranstaltungen der Nachhaltigkeitswoche

  1. Radical Resilience

    Film
    N001 (Nieper-Bau)

    Radical Resilience ist ein Filmprojekt für alle, die sich politisch engagieren. Das Muster scheint in vielen Bewegungen/Kämpfen das selbe zu sein: Menschen sind von Situationen überfordert und/oder muten sich über längere Zeiträume zu viel zu. Die Folgen sind Traumata oder Burnout, und in Folge dessen oftmals ein Rückzug vom politischen Aktivismus. Im Film sprechen Menschen aus verschiedenen Kontexten über ihre Erfahrungen mit Burnout, wie es sich angefühlt hat, was die Ursachen waren, und was wir als Individuum und als Gruppe tun können, um zu heilen oder vorzubeugen.

    Link zum Trailer

  1. Vom Fleischer zum Veganer

    Peter Hübner
    Vortrag mit anschließender Diskussion
    G119 (Geutebrück-Bau)

    Der Klimawandel ist auch in Deutschland angekommen, wie die extremen Regenfälle und Überflutungen im Juli diesen Jahres gezeigt haben. Klimaschutz muss deshalb sofort beginnen - und zwar radikal! Aber was können wir als Otto-Normalverbraucher*innen dazu beitragen? Der Klimawandel beginnt auf dem Teller und jede*r Einzelne von uns ist gefordert, hier mitzuwirken. Wir müssen unseren Lebenswandel ändern - das betrifft auch unsere Ernährungsweise! Neben klimabezogenen Argumenten spielen auch ethische Gesichtspunkte dabei eine wichtige Rolle – Verantwortung gegenüber Menschen, Tieren und Umwelt.

    Der ausgebildete Fleischer Peter Hübner fand als Konsequenz seiner Erfahrung mit der Tierindustrie seinen Weg zum Veganismus und setzt sich seitdem mit Recherchen, Vorträgen und Kampagnen für Tierrechte ein.

  2. Workshop Klimagerechtigkeit

    Teilnahme begrenzt auf 20 Personen! Bitte vorher anmelden!

    Kai Tischer
    Workshop
    G238 (Geutebrück-Bau)

    Der Klimawandel verschärft zunehmend globale Konflikte und die Folgen spüren oft diejenigen zuerst, die besonders wenig zur globalen Erwärmung beigetragen haben - Naturkatastrophen und Nahrungsknappheit häufen sich vor allem im globalen Süden. Die internationale Politik reagiert zu zögerlich, Gründe dafür sind in der auf fortwährendes Wachstum ausgerichteten Wirtschaftsordnung zu finden. Aber ist Kritik am Kapitalismus überhaupt gerechtfertigt? Welche Folgen des Klimawandels müssen wir erwarten und was ist eigentlich Klimagerechtigkeit? All das und die Möglichkeiten, selbst aktiv zu werden, sollen in diesem Kurs besprochen werden.

    Kai Tischer beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Klimagerechtigkeit und hat für diesen Themenbereich einen Lehrauftrag an der HTWK. Darüber hinaus ist er in antikapitalistischen, sozialen Bewegungen wie z.B. dem Braunkohlewiderstand aktiv.

    Link zum Anmeldeformular

  3. Die Seilbahn für den ÖPNV

    Tom Sobotta
    Vortrag
    N001 (Nieper-Bau)

    Die Mobilität in den Städten ist sehr angespannt: die meisten Städte sind vorrangig auf den Autoverkehr ausgelegt und eine nachhaltige Verkehrswende ist dringend nötig. Die Seilbahn kann dabei für den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) eine entscheidende Rolle spielen. Dieser Vortrag zeigt, wie man die Seilbahn im urbanen Raum sinnvoll in den ÖPNV integrieren und stärken kann, welche Probleme es im Personennahverkehr in Deutschland gibt und welche Veränderungen bezogen auf die Mobilität notwendig sind. Dabei wird auch konkret auf Leipzigs Mobilität eingegangen.

    Tom Sobotta ist dualer Student für Energie-, Gebäude- und Umwelttechnik im dritten Semester und Ausbildungsjahr. Zu dem Thema der urbanen Seilbahn ist er durch sein Studium gekommen und hat sich in das Thema vertieft.

  1. Die nachhaltige Gesellschaft und ihre Feinde

    Rüdiger Ulrich
    Vortrag
    G119 (Geutebrück-Bau)

    Rüdiger Ulrich ist Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig. Er engagierte sich aktiv an der Friedlichen Revolution 1989, deren Geist des Widerstands und der Veränderung er auch heute jungen Menschen vermitteln will. 2020 initiierte er die Gründung des Instituts für Regionale Wertschöpfung an der HTWK.
    In seinem Vortrag „Die nachhaltige Gesellschaft und ihre Feinde“ unternimmt er den Versuch den Begriff der Nachhaltigkeit zu präzisieren und ihn aus seiner Tendenz zur Beliebigkeit zu befreien.

  2. Nachhaltig und solidarisch wirtschaften - aber wie?

    Elisabeth Voß
    Vortrag mit anschließender Diskussion
    N001 (Nieper-Bau)

    Für eine global gerechte, nachhaltige Wirtschaftsweise reicht es nicht aus, Unternehmen ein bisschen ökologischer, sozialer oder demokratischer zu gestalten - die Wirtschaft braucht ganz andere Funktionsweisen. Nach einer Einführung in unterschiedliche Ansätze, Perspektiven und wohlklingende Scheinlösungen, werden Transformationspotentiale solidarischen Wirtschaftens an praktischen Beispielen schon heute bestehender wirtschaftlicher Alternativen dargestellt.

    Elisabeth Voß, Dipl. Betriebswirtin (FH), publiziert und unterrichtet freiberuflich zu Selbstorganisation, Genossenschaften und solidarischem Wirtschaften.

  1. It's the economy, solidary!

    Konzeptwerk neue Ökonomie
    Esther Wawerda

    Workshop
    G238 (Geutebrück-Bau)

    Angesichts der Klimakrise sprechen sich immer mehr Menschen gegen ein Wirtschaftssystem aus, das auf Wachstum und Profit basiert und dabei unsere Lebensgrundlagen zerstört. Wie sieht diese Kritik aus? Welche Perspektiven, Wirtschaft und Gesellschaft anders zu denken und zu gestalten, gibt es bereits? Und wie können wir selbst mitgestalten?

    Esther Wawerda ist Teil des Teams vom Konzeptwerk Neue Ökonomie. Sie sieht in der Bildungsarbeit auf Augenhöhe die Möglichkeit, durch kollektiven Erfahrungsaustausch gemeinsam zu (ver-)lernen und neue Visionen und Wege zu einer gerechten, solidarischen Gesellschaft zu entwickeln.

  2. Wer ist verantwortlich für nachhaltigen Konsum?

    Umweltbundesamt
    Laura Spengler
    Vortrag
    N001 (Nieper-Bau)

    Die Erkenntnis, dass unsere Konsummuster nicht nachhaltig sind, setzt sich langsam in der deutschen Bevölkerung durch. Wenn es aber um die Frage geht, wer daran etwas ändern sollte und ändern kann, stehen häufig zwei Lager gegenüber, deren Kernbotschaften sich wie folgt vereinfachen lassen: a) Der Staat darf sich nicht in Konsumentscheidungen einmischen vs. b) der/die Einzelne kann sowieso durch seinen Konsum nichts verändern. Wäre beides richtig, hätte die Idee eines nachhaltigen Konsums keine Chance auf Umsetzung. Der Vortrag zeigt, dass beides falsch ist!

    Laura Spengler ist Umweltwissenschaftlerin und leitet seit Anfang 2019 das Fachgebiet für Nachhaltigen Konsum im Umweltbundesamt (UBA) in Dessau.

  1. Exkursion zur KoLa

    Teilnahme begrenzt auf 20 Personen! Bitte vorher anmelden!

    KoLa Leipzig
    Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise mit dem Fahrrad 13 Uhr vor der HTWK-Bibliothek oder 14 Uhr Treffpunkt vor Ort bei der KoLa (Engelsdorfer Str. 99, 04425 Taucha)

    „KoLa“ steht für Kooperative Landwirtschaft: Die junge Genossenschaft produziert Gemüse für mittlerweile fast 1.000 Mitglieder in Leipzig und Umgebung. Die Produktion soll sozial und umweltgerecht sein und der Betrieb allen gehören. Wir besuchen die KoLa zum Ackereinsatz und tauschen uns im Anschluss am Lagerfeuer über die solidarische und ökologische Landwirtschaft aus.
    Link zum Anmeldeformular